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Ein neuer Lernort für die Intensivpädagogik in Freistatt

Mit der Eröffnung des Neubaus in Deckertau schafft der Schul- und Internatsverbundneue Perspektiven für Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf. Die modernen Räumlichkeiten bieten bessere Voraussetzungen für individuelle Förderung, multiprofessionelle Zusammenarbeit und einen verlässlichen schulischen Alltag.

Zur feierlichen Eröffnung kamen Mitarbeitende, Vertreter der Geschäftsführung sowie zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer zusammen. Ein besonderer Dank galt dabei Ute Huneke, die mit einer großzügigen Spende maßgeblich zur Realisierung des Bauvorhabens beigetragen hat. Ihre Unterstützung ermöglicht es, die intensivpädagogischen Angebote am Standort Freistatt langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.

Im Zentrum des neuen Gebäudes stehen die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen. Viele von ihnen haben in ihrer bisherigen Bildungsbiografie wiederholt Herausforderungen und Brüche erlebt. Umso wichtiger sind verlässliche Beziehungen, überschaubare Strukturen und ein Umfeld, das Sicherheit, Orientierung und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Bereichsleiter Frank Simon betonte während der Eröffnungsfeier die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber jungen Menschen, die in herkömmlichen schulischen Strukturen häufig an Grenzen stoßen. Jedes Kind habe das Recht auf Bildung, Wertschätzung und einen Ort, an dem seine individuellen Bedürfnisse wahrgenommen werden.

Gemeinsam mit Denis Maksimowitsch, dem Leiter der Intensivpädagogik, wurden in den vergangenen Jahren Ideen entwickelt, wie sich der Standort Deckertau pädagogisch und räumlich neu gestalten lässt. Aus diesen Überlegungen ist nun ein Lernort entstanden, der konsequent auf die besonderen Anforderungen der Intensivpädagogik ausgerichtet ist.

Der Neubau ist zugleich Ausdruck einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit in Freistatt. Angesichts des wachsenden Bedarfs an intensivpädagogischen Angeboten werden nicht nur räumliche Kapazitäten erweitert, sondern auch fachliche Konzepte und bestehende Strukturen weiterentwickelt.

Eine wesentliche Grundlage bildet dabei die enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte bringen ihre jeweiligen Perspektiven und Kompetenzen ein, um die Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen.

Mit dem Neubau entstehen Rahmenbedingungen, die den pädagogischen Alltag auf vielfältige Weise unterstützen. Helle Räume, großzügige Fensterflächen und eine bewusst gestaltete Lernumgebung ermöglichen eine Atmosphäre, in der sich die Schülerinnen und Schüler willkommen fühlen können.

Die besondere Lage in Deckertau bietet darüber hinaus Möglichkeiten, Natur und Umgebung in die pädagogische Arbeit einzubeziehen. Der Wechsel der Jahreszeiten und die unmittelbare Nähe zur Moorlandschaft eröffnen zusätzliche Erfahrungs- und Lernräume abseits des klassischen Unterrichts.

Mit der Fertigstellung des Gebäudes ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nach der abschließenden Ausstattung der Räume werden die ersten Schülerinnen und Schüler den neuen Standort beziehen.

Der Neubau in Deckertau steht damit nicht nur für die Weiterentwicklung des Schul- und Internatsverbundes, sondern vor allem für eine klare pädagogische Haltung: Junge Menschen brauchen Orte, an denen sie angenommen werden, Vertrauen entwickeln und neue Perspektiven für ihren weiteren Lebensweg gewinnen können.

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